Einfache Freehands


Hallo zusammen!                                                               

Freehands ist immer ein Wort der Angst für viele. "Brauch ich nicht, viel zu schwer, viel zu aufwendig, trau ich mich nicht,mach ich mir alle mit kaputt....". Besonders bei Armeen für Tabletops scheut sich manch einer davor Armeeabzeichen selber zu malen, da er dann dies ja bei allen Modellen machen muss, und Gefahr läuft das alle verschieden aussehen. Das folgende Tutorial soll euch zeigen, dass man einige Formen mit nur ein wenig Logik auch schnell selber machen kann. Vorweg sei gesagt das es sich hier nicht um hochwertige Freehands wie zB die von Malekiths wunderbaren Dunkel Elfen handelt. Wer so etwas malen möchte, der braucht wohl doch ein wenig mehr Übung und sollte dafür vorher einen Blick auf das von ihm erstellten "professionelle" Freehand Tutorial aus unser Tutorialsammlung werfen ;)

Eigentlich werden die folgenden Bilder euch alles sagen, was es dazu zu sagen gibt, aber vielleicht ist es hilfreich wenn ich noch ein paar Tipps zur Farbe, Pinselführung und dem Malen von Strichen bzw. Kurven gebe.

Farbe: In der Regel ist die Farbe die wir nutzen recht cremig, egal ob man nun direkt aus dem Topf malt oder sie ein wenig verdünnt. Aber besonders das zweite sollte man eher vermeiden ;) Für unser Vorhaben sollte die Farbe aber ein wenig dünner sein, da wir mit dünnerer Farbe auch einen längeren Strich ziehen können und dieser dann auch nicht über die Breite der Pinselspitze gehen kann. Versucht einfach auf einem Stück Papier, ob es euch mit eurer Farbmischung möglich ist, einen etwas längeren Strich zu zeichnen. Bei der Gelegenheit kommen wir gleich zur Pinselführung.
Pinselführung: Auch hier kann man sicher Studien führen, welche Handhaltung richtig ist. Es soll auch Leute geben, die die Luft anhalten während sie Freehands zeichnen^^. Ich möchte hier gar nichts vorschreiben, wichtig ist nur das ihr den pinselführenden Hand abstützt. Dies könnt ihr zum Besipiel auf dem Tisch machen,  so dann einfach der Handball zum abstützen verwendet wird oder an der anderen Hand, quasi Handballen auf Handballen und in der Mitte die Figur halten. Auch haben wir schon ein wunderbares Haltungs Tutorial. Sinn macht es auch, den Pinsel nur mit Daumen und Zeigefinger zu halten, diese Technik bedarf aber etwas Übung. Gemalt wird nur mit der Spitze des Pinsels, und da wo es möglich ist ZIEHEN wir den Pinsel. Vermeidet es so gut es geht wild links und rechts mit der Pinselspitze hin und her zu pinseln, und auf keinen Fall die Spitze nach vorne drücken. Besonders letzteres macht euren Pinsel kaputt, und ihr verliert die Kontrolle über den Strich oder die Kurve. hat auch hier haben wir wieder ein ausführliches Pinselführungs Tutorial für euch!
Striche/Kurven: Hier gibt es drei wichtige Punkte.
Erstens: Habt keine Angst vorm Vermalen! Man kann alle Fehler beheben. Sollte etwas schief gehen kann man mit dünnerer Farbe der danebenliegenden Farbe Fehler übermalen.
Zweitens: Auch eine wenig auf Papier üben kann nicht schaden. Einfach immer wieder kleine Striche und Kreise auf dem Papier malen. Ist übrigens mit einem Bleistift eine gute Beschäftigung während der Vorlesung (Danke Malekith ;) )
Drittens: Zieht eure Striche oder Kurven voll durch, also von Anfang bis zum Ende. Hört man zB bei einem Strich in der Mitte auf, und setzt dann wieder an, kann das sehr hässlich werden.

Wenn ihr euch ein Motiv anseht das ihr malen wollt, versucht einmal zuerst dieses nicht als Ganzes zu betrachten. Bevor ich anfange ein Motiv zu malen, versuche ich immer dieses in seine Bestandteile zu zerlegen. Ein Motiv (besonders gut zB bei Armeeabzeichen) besteht im zerlegten Zustand immer aus verschiedenen Strichen und Kurven. Reiht man diese aneinander, ist es also leichter ein Ganzes daraus zu machen. Also fragt euch vor dem bemalen:Wo habe ich einzelnen Striche? Welche Kurven kann ich wo durchziehen damit diese irgendwo abschließen. Ich denke die folgenden Bilder sollten für sich selber sprechen. Das erste erklärt die Theorie, im zweiten seht ihr wie es in der Praxis geht:
Wie ihr seht, habe ich mit einem Kreuz angefangen und immer nur weitere Striche hinzu gemalt. Zum Schluss wurden einfach nur noch ein paar Flächen ausgemalt. Es gilt generell für alle Motive: Wenn ihr die Möglichkeit habt mit einem Kreuz zu beginnen, dann nutzt das! Damit wird die ganze Orientierung einfacher.


Versucht einfach nicht zu komplex zu denken, wenn ihr so etwas malt. Meistens lässt sich durch das vorherige zerlegen eine Menge einfacher gestalten. Außerdem solltet ihr nicht vergessen, dass die Größe die später das ganze Motiv hat, auf dem Spieltisch kleine Fehler gänzlich unterdrückt. Hier kann wohl nur der eigene Anspruch alles schwer machen ;) Ich hoffe ich konnte mich halbwegs verständlich ausdrücken und euch wenig die Angst vor vermeintlich komplizierten Freehands nehmen.
Um das Freehand optisch noch ein wenig zu verbessern setzt abschließend bei der Bemalung an die Oberseite ein paar farbige Highlights. Dadurch wirkt das Motiv nicht so flach und kommt besser zur Geltung.

Ich hoffe ich konnte dem ein oder anderem ein wenig die Angst nehmen und motivieren sich selbst an schicke kleine Freehands zu machen.
Also ran an die Pinsel, keine Angst vor neuen Herausforderungen, und wenn ihr Fragen habt oder sonstige Kritik und Kommentare los werden wollt, dann würde ich mich freuen diese zu beantworten!

Eure Barfrau

1 comment:

  1. hi sehr gut Erklärt
    das mit dem nicht zu komplex denken da hast du vollkommen Recht. Ich kenn das z.b. von Keltischen knoten und so die werden auch in der Art gemalt.

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